
Montessoripädagogin, Erzieherin, Coach für AMW-Therapie®
Kinder waren schon immer ein sehr wichtiger Teil meines Lebens.
Bereits in meiner Schulzeit begann ich, wesentliche Zusammenhänge unter meinen Mitschülern, zwischen Lehrern und Schülern sowie im gesamten Schulgefüge zu beobachten. Ich interessierte mich weitaus mehr für Pädagogik und die Begleitung von Kindern als für den Schulstoff, den ich lernen sollte. Dank meiner verständnisvollen Schulleiterin war es mir möglich, bereits als Schülerin mit Kindern unterer Klassenstufen zu arbeiten und darüber wertvolle, praktische Erfahrungen zu sammeln. Früh entdeckte ich in mir eine Quelle inneren Wissens, vor allem auch bezogen auf einen ganzheitlichen Umgang mit Kindern, der ihr Wesen einbezieht. Es war ein Wissen, das tief aus mir kam und sich mir meist auf meinen Spaziergängen durch die Natur offenbarte. So begann ich bereits als Schülerin, eigene pädagogische Texte zu verfassen und erste Vorträge zu halten.
Nach Ende der Schulzeit zog es mich rasch in mein eigenes praktisches Leben. Ich wollte arbeiten, Erfahrungen sammeln, das, was ich wusste, direkt am Kind umsetzen und ausprobieren. Ich machte mich früh selbständig und widmete mich sofort und uneingeschränkt der Arbeit mit Kindern. Ich war an mehreren Einrichtungen mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen tätig, arbeitete unter anderem als Betreuerin eines Montessori-Internats, unterrichtete an einer internationalen Schule in England und begleitete intensiv über mehrere Jahre Familien.
Parallel dazu absolvierte ich das Montessori-Diplom, legte die Prüfung zur staatlich anerkannten Erzieherin ab und beschäftigte mich intensiv und weitreichend mit konventionellen wie auch mit reformpädagogischen und alternativen Bildungs- und Erziehungsformen. In manchen Schriften fand ich mich zutiefst wieder, wie zum Beispiel in denen Maria Montessoris, in manchen weniger, in manchen gar nicht. Besonders wichtig war mir dabei immer, zu lernen und offen für Neues zu sein, und dennoch alles, was ich las und hörte, mit meinem eigenen inneren Wissenszugang abzugleichen. Ich hütete diese Quelle in mir wie einen kostbaren Schatz. Sie ist bis heute schöpferischer Ursprung meiner gesamtheitlichen Ansichten. Hierfür bin ich unendlich dankbar.
Ganz entscheidend wurde meine Arbeit durch die Ausbildung zum Coach für AMW-Therapie® bereichert und geprägt. Hier begegnete mir zum ersten Mal eine Ernsthaftigkeit, Tiefgründigkeit und umfassende Ganzheitlichkeit, wie in keiner anderen Aus- und Weiterbildung.
Meine Ansätze, die stets das Kind und sein Wesen in den Mittelpunkt setzen, fanden ihren Ausdruck in der Leitung eines ganzheitlich arbeitenden Kinderzentrums, der Leitung zweier reformpädagogischer Kindergärten sowie in der Durchführung verschiedener Projekte, Seminare und Kurse für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen, zum Teil gemeinsam mit ihren Eltern.
Besonders widme ich mich auch der Arbeit mit Kindern, die unter Verhaltensauffälligkeiten, Symptomatiken oder chronischen Erkrankungen leiden. Aus meiner langjährigen praktischen Erfahrung und Reflexion heraus weiß ich, dass vor allem diese Kinder ganzheitlich gesehen und verstanden werden müssen. Daher ist mir die Ergründung tieferer Ursachen für das Verhalten dieser Kinder und die Suche und das Finden neuer Wege im Umgang mit ihnen eine Herzensangelegenheit.
Meine Vorträge und pädagogischen Konzeptionen sind geprägt von meinen Erfahrungen und meinem Wissen. Auch entwickle ich seit vielen Jahren einen eigenen Ansatz zur Führung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Es ist ein tiefenpädagogischer gesamtheitlicher Ansatz, in dessen Mittelpunkt stets der Mensch und sein individuelles Wesen stehen, wodurch dieser bei jedem Kind angewandt werden kann – unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache, sozialer Schicht, Kultur oder Konfession.
Aus der praktischen Arbeit mit Kindern und Familien kommend, entsteht in mir zunehmend das Bedürfnis, mein Wissen und meine Erfahrungen mit Menschen, die mit Kindern arbeiten, zu teilen. Ebenso wächst in mir der Wunsch, mich institutions-intern einzubringen, um Kindergartenkinder und Schüler auch und gerade innerhalb ihres einrichtungsbezogenen sozialen Umfeldes zu unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Erziehern und Klassenlehrern ist mir dabei ein besonderes Anliegen, da sie ein immenses Potenzial für ein ehrliches und fruchtbringendes Gruppen- bzw. Klassenklima in sich birgt.
Ich erachte es als großes Geschenk, meiner Berufung so sicher zu sein und dieser seit jeher uneingeschränkt folgen zu können. Ich bin sehr dankbar, auch im Rahmen meiner Tätigkeit als Fachbereichsleiterin, auf diesem Weg einen Beitrag dahingehend leisten zu können, Kinder anders zu sehen, zu verstehen und zu begleiten.
