Arbeitsgrundlagen

Einleitung 

Die Arbeitsweise unseres Institutes basiert auf der „Arbeit mit dem Wesenskern” (AMW). Diese neue und revolutionäre Arbeitsweise wurde von Gundula Liebisch entwickelt und unterliegt einer beständigen Weiterentwicklung und Forschung.

Ihren Ursprung fand diese Arbeit in einer jahrelangen kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Therapieformen und gängigen Coachings. Die gesammelten Erfahrungen und das beständige Vorarbeiten vom äußerlich Therapeutischen in den innersten Kern des Menschen zeigten, dass die herkömmliche Herangehensweise leider immer wieder an der Oberfläche ansetzt – und somit auch nur oberflächliche Wirkung erzielt – eine tiefe Transformation von Themen und Blockaden bleibt dabei aus.

So ist es das Ziel der AMW, den Menschen in seiner Tiefe, in seinem Ursprung zu erreichen, um Chancen und neue Möglichkeiten zu schaffen, die nachhaltige positive Veränderungen und Entwicklungen anstoßen und infolge erwirken.

Im Laufe der über 10-jährigen praktizierten Erfahrung in der Arbeit mit dem Wesenskern entwickelte sich auf diese Weise mehr und mehr ein Verstehen des Wesens des Menschen in seinem ureigenen Ursprung, in seiner Existenz.

Dieses völlig neue Verständnis schafft eine Basis, auf der eine komplett neue Sichtweise entsteht, die auf sämtliche Bereiche des Lebens übertragen und angewandt werden kann, wie beispielsweise

Persönliche Bildung, Gesundheit & Medizin, Bildung & Erziehung, Eltern & Familie oder auch Wirtschaft & Unternehmen.

Die Arbeit mit dem Wesenskern bereitet in ihrem Verständnis und in ihrer Anwendung einen Nährboden für ein Leben und Wirken in Zufriedenheit, Erfüllung, Schaffenskraft und wahrer Gesundheit – in einer Gesellschaft, die auf genau diesen Werten basiert.

Hintergründe 

Die Energie, die einem jeden Menschen von Beginn an innewohnt, die sozusagen den Motor für eine gesunde und kraftvolle Entwicklung darstellt und die es in den meisten Fällen wieder freizulegen, zu stärken und zu fördern gilt, bezeichnen wir als „Ursprungsenergie”.

Die Nutzung dieser Energie führt zu einem vollen und erhabenen Leben mit starken Menschen. Menschen, die zu echten Persönlichkeiten werden, weil sie wissen, wer sie sind und was sie wollen. Menschen mit Mut, Loyalität und Integrität in allen Lebensbereichen.
Dies setzt voraus, dass der Mensch in seiner ursprünglichen Existenz auch wahrgenommen und gesehen wird.

Wir leben jedoch in einer Gesellschaft, in der das Phänomen „Ursprungsenergie” noch nicht erkannt ist. So können die meisten von uns diese wertvolle Kraft nicht nutzen, weil sie gar nicht darum wissen. Nur wer ganz und gar mit seinem Körper, seiner körperlichen Existenz verbunden ist, hat dazu Zugang.

Physische, mentale und spirituelle Arbeiten oder auch Coachings, wie sie in unserer Zeit nunmehr gang und gäbe sind, setzen meistens beim Bewusstsein (Intellekt oder auch Psyche) oder im Herzbereich (Emotion/Gefühlsebene) an.
Alle unteren Bereiche (vom Becken abwärts), hier Basisbereiche genannt, werden leider noch viel zu sehr außen vor gelassen oder finden keine Beachtung. Dies muss zu einem Konflikt in sich führen, denn genau in diesen Bereichen sitzt unsere Existenz. Eine nicht angenommene Existenz lebt auch ihre ureigene Kraft und Schöpferenergie nicht; aber gerade diese wird dringend gebraucht für ein eigenständig gelebtes Leben.

Emotional-physische Abgeschnittenheit der Basisbereiche lähmt einen Menschen, seine ureigene Kraft zu nutzen bzw. auf ihr aufzubauen. Er kann sich selbst nicht „tragen”. Vorstellungen oder Fremdbestimmungen gewinnen die Oberhand versus echte Selbstbestimmung.

Durch unser gängiges alltägliches Leben wird dies alles nicht bewusst, so erscheint vieles als gesellschaftlich „normal” und wird ebenso eingestuft.

Das wohl häufigst kursierende Symptom unserer heutigen Zeit sind die immer wieder bei so vielen Menschen vorkommenden und mittlerweile schon bedrohlichen Existenzängste. Diese Ängste verschwinden komplett, wenn man sich mit seinem Wesenskern verbindet. Denn diese Verbindung lässt eine solche Angst gar nicht erst zu, weil sie zu tiefem Urvertrauen führt. Das gibt Sicherheit. Sicherheit, die für die meisten von uns so wertvoll und wichtig ist. Nur ist es hier eine Sicherheit, die dem Menschen selbst innewohnt und von außen nicht zu zerstören ist.

Wenn ein Mensch nicht vertraut, läuft er Gefahr, Dinge zu tun, die seinem Innersten nicht wirklich entsprechen. Aber er tut sie – muss sie tun – aus einer vermeintlichen Sicherheit heraus. So lässt er sich immer wieder von anderen leiten und ist nicht mehr sein eigener Herr.
Dies hat zur Folge, dass der natürliche Energiefluss im Körper unterbunden wird, was oft Krankheiten oder andere körperliche Beschwerden nach sich zieht. Auch ein geschwächter Selbstwert oder die modernen Symptome unserer Kinder und Jugendlichen haben dies meist zur Ursache. Leider werden all diese Dinge, vor allem in bestimmten Altersgruppen, kategorisiert, und als normale Gegebenheiten des Lebens hingenommen und immer wieder auch abgetan.

Eine volle Atmung, Präsenz im Körper, authentischer Ausdruck, fokussierte Kommunikation und innere Wahrheit sind Basiswerkzeuge der Arbeit mit dem Wesenskern, die zwar einzeln angewendet werden können, welche aber unabdingbar in ihrem Wesen vernetzt und miteinander verwoben sind. So konfrontieren wir unsere Klientel in unseren Coachings und Seminaren immer wieder mit allem, was letztlich das Ganze zusammenfügt bzw. ein Ganzes ergibt.

Körper und Atmung

Die Voraussetzung für die Nutzung der Ursprungskraft ist, dass ein Mensch in der Lage ist, sich und seinen Körper vollständig wahrzunehmen und zu fühlen. Nur dann kann er für sich selbst entsprechend und vor allem adäquat handeln.

Durch gezielte Körperarbeit lernt er, sich nach und nach mehr wahrzunehmen und zu fühlen. Bereits Wilhelm Reich entdeckte in den zwanziger Jahren die Wichtigkeit einer vollen körperlichen Präsenz und verstand die Panzerung als eine Abwehr des Lebens. Durch bewusstes Atmen kann hier Abhilfe geschafft werden. Hier ist aber keine Atemtechnik gemeint, die letztlich den körpereigenen Energiefluss wieder verhindert und kontrolliert, sondern ein Atmen, das in seiner Ursprünglichkeit hilft, den Körper aufzuwecken und lebendig werden zu lassen.

Authentischer Ausdruck

Diese wiedergewonnene Lebendigkeit ist die Basis für authentischen Ausdruck. Leider wird aufrichtiger und spontaner Ausdruck von unserer Gesellschaft nicht unbedingt unterstützt, so dass sich viele Menschen angewöhnt haben, diesen zu unterdrücken, weil große Ängste da sind. Dies ist ein sehr sensibler Bereich, denn mit einem authentischen Ausdruck steht und fällt die persönliche Identität eines Menschen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ein gerade geöffneter Körper aus Angst vor Kritik und Ablehnung sofort wieder zumacht.

Hier helfen Aspekte aus Tanz, freier Bewegung, Schauspiel, Pantomime und Improvisation, gegebenenfalls auch Stimmarbeit.
Wichtig ist, diese Aspekte immer in Verbindung mit der inneren Wahrheit des jeweiligen Menschen zu verbinden. Einen Tanz zu tanzen oder eine Rolle zu spielen, mag für den einen oder anderen leicht sein, weil man einfach gerne spielt oder tanzt.

Dies sagt aber noch nichts über die Identität, über den inneren Wert aus. Wahre Identität ist immer gekoppelt an Authentizität. Ein Wert, der leider bis jetzt noch nicht augenscheinlich gelehrt wird. Im Gegenteil, die meisten Menschen werden gerade auch in und während ihrer Arbeit dazu angehalten, ihre Authentizität zu unterdrücken. So wird dies als “normal” empfunden, weil es zum Alltag gehört.
Dass infolgedessen permanent gegen die eigene innere tiefere Wahrheit gearbeitet wird zugunsten einer Anpassung an das System, bleibt ungesagt. Und hierbei macht es keinen Unterschied, ob dies im Arbeitsumfeld oder auch im privaten Bereich, wie beispielsweise innerhalb der Familie, passiert.

Innere Wahrheit

Es ist schon ein Phänomen, dass fast jeder Mensch glaubt, er müsse seine ureigene innere Wahrheit verbergen und dürfe diese nicht kommunizieren. So ist es wichtig, innere Stärke, Mut und Vertrauen zu entwickeln, um zu lernen, sich wieder ganz ehrlich auszudrücken, ohne in ständiger (bewusster oder unbewusster) Angst zu sein. Ein Mensch, der dies tut, wird gelöster und vor allem freier. Und diese freigewordene Energie wirkt sich sehr positiv auf alle Aspekte seines Lebens aus.

Empfindung und Sensitivität

Die innere Wahrheit eines Menschen hängt sehr eng mit seinen Empfindungen zusammen. Aber auch tiefe innere Empfindungen sind – vor allem im Berufsleben und in der Schule – unerwünscht oder werden verlacht. Diese Unterdrückung greift zum Teil verheerend in das komplexe innere System eines Menschen ein.
Über Intellektualität und verschleiertes Sprechen wird versucht, ebendiese wahren Empfindungen zu verbergen. Menschen mit Sprachschwierigkeiten leiden nicht unter einem logopädischen Symptom, sondern unter der Erkaltung ihrer Gefühle.
Den Fokus auf das zu nehmen, was wirklich ist, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für Verständnis und Heilung.

Kommunikation

Die Arbeit mit dem Wesenskern legt großen Wert auf eine klare Gesprächsführung, die wir Fokussierte Kommunikation nennen. Damit wird Vernebelung oder Selbstbetrug vermieden und der Blick auf das Wesentliche gerichtet. Dadurch, dass genau das und nur das ausgesprochen wird, was wirklich empfunden wird, versperren wir den Weg in die Sackgasse, in die ein Mensch leicht hineinläuft, wenn er Dinge äußert, die er sich zurecht denkt, aber im Innersten keineswegs fühlt oder nachempfindet (weil man z. B. vor seinem Vorgesetzten Angst hat oder sich Vorteile erhofft oder sich fürchtet, dass Beziehungen auseinander brechen).
Über diese Art Kommunikation entsteht eine große Klarheit, die Kraft und Vertrauen gibt. Aufrichtiges Miteinander, Vermeidung von unnötigen Konflikten und endlosen Missverständnissen sind die Folgen.

Alle beschriebenen Bereiche zusammengenommen, ganzheitlich betrachtet und gesehen, schaffen ein gesellschaftliches Klima von Offenheit, Präsenz und Authentizität. Qualitäten, die unser Denken, Fühlen und Handeln in Einklang bringen.

Ausblick

Wenn sich jeder Mensch aufrichtig hinterfragt und den Mut hat, Dinge zu verändern, die seiner nicht würdig sind, entwickelt er eine gesunde Basis.

Die Arbeit mit dem Wesenskern ist für jeden Menschen geeignet, unabhängig davon, ob dieser Mensch gesund oder krank ist, unter psychischen Problemen leidet, in welcher Branche er tätig ist oder ob er sich einfach nur in seinem kleinen persönlich gesteckten Rahmen weiterentwickeln möchte.

Seine Arbeit, seine zwischenmenschlichen Belange und letztlich sein eigenes Leben auf eine wertvolle Plattform zu stellen, kann ein ethisch höchst erstrebenswertes Ziel sein.
Die wiedergewonnene Ursprungsenergie verspricht dieses Ziel, denn sie kommt aus dem Menschen selbst. Er arbeitet mit und durch sich.